Exklusiv: Halber LEGO Porsche 911 in Niemegk gebaut

Weltpremiere in Le Mans beim 24-Stunden-Rennen, dem härtesteten Autorennen der Welt

Der Fläming und besonders das Städtchen Niemegk und der Rest der Welt schaut derzeit nach Le Mans (Frankreich), wo am heute das härteste Rennen der Welt gestartet wird. Gestern Abend wurde nämlich dort der Rennwagen vorgestellt, der in Niemegk (Deutschland) produziert und am 31. Mai „vom Band“ gelaufen ist: Der LEGO Porsche.

Der Bau des LEGO Porsche

„Wir haben noch eine Nachtschicht eingelegt, um den Porsche Sonntagfrüh um 4.30 Uhr fertig zu haben“, erzählt Baumeister Renè Hoffmeister. Als Deutschlands einziger von Lego zertifizierter Modellbaumeister hat er mit Geschäftspartner Axel Al-Rubaie und einem dreiköpfigen Team einen der Länge nach durchgeschnittenen, originalen Porsche 911 mit einer zweiten Fahrzeughälfte aus bunten Noppensteinen ergänzt.

Der Bau des LEGO Porsche kann beginnen.

Noch kein LEGO Porsche

„380 000 Teile, 450 Kilogramm LEGO Steine, im Durchschnitt wurden in einer Minute zehn Teile verklebt“

,nennt Axel Al-Rubaie die „technischen Daten“ des LEGO Porsche 911 aus Niemegk. Die eine Fahrzeughöhe misst exakt 122 Steinlagen (ohne Bodenfreiheit), um ihn an die originale Karosse des Wagens anzupassen. Bei LEGO gibt es auch die in der großen Fangemeinschaft bekannte Maßeinheit Noppen, genau 568 davon sind in einer Reihe, um auf die Gesamtlänge von 4550 Millimetern zu kommen.

Als der gemeinsame Auftrag des Automobilherstellers Porsche und von Steinproduzenten Lego Deutschland kam, mussten die Niemegker Spezialisten zur Umsetzung zunächst eine passende Werkstatt finden. Denn im alten Bahnhof, in dem die Firma Design in Stein ihre angestammte Werkstatt hat, passte nicht einmal der halbierte Porsche rein, geschweige dann noch komplettiert. Im örtlichen Industriegebiet fanden die Baumeister ein temporäres Quartier zur Montage des in der Welt einmaligen Fahrzeuges.

Dann konnten sich Renè Hoffmeister und Axel Al-Rubaie ans Werk machen. Im Werkstatt-Team krempelten Marion Weintraut, Pascal Lenhard und Phillip Honvehlmann ebenfalls die Ärmel hoch und nahmen den anspruchsvollen Auftrag der renommierten Firmen an. Innerhalb von sechs Wochen gab es nur ein Ziel – der LEGO Porsche muss zur Präsentation anlässlich des 24-Stunden-Rennens in Le Mans fertig werden.

„Es war sehr viel Handarbeit“, erzählt Pascal Lenhard. Die schwierigste Arbeit war für alle LEGO Autobauer, die kleinen, bunten Steinchen an die Originalkarosse des Porsche anzupassen.

„Bei anderen Projekten ist es weitgehend egal, ob da ein oder zwei Lagen mehr verwendet werden. Diesmal war Präzision gefragt“

, erklärt Pascal Lenhard. Deshalb waren das Heck und der Frontbereich des Rennwagens besonders schwierig. „Dennoch“, wirft Renè Hoffmeister ein, „wurden ausschließlich LEGO Originalteile in acht verschiedenen Formen verwendet.“ Es gab keine Sonderanfertigungen. „Nur wenn es gar nicht passen wollte, musste mit der Zange korrigiert werden“, lacht Pascal Lenhard.

Der außergewöhnliche LEGO Porsche aus dem Fläming war schon während der Bauzeit ein Star. Drei Fotokameras waren auf ihn gerichtet. Alle 90 Sekunden machte es aus drei verschiedenen Perspektiven klick. So entstanden 20 000 Bilder vom weltweit einzigartigen Fahrzeugbaues in Niemegk. Sie füllten 2 Terabyte auf einer externen Festplatte. Als der Rennwagen freilich Hucke-Pack auf dem Weg nach Frankreich war, wurde ein Zwischenstopp in Köln  eingelegt. Dort fand ein weiteres Fotoshooting statt, bevor der Porsche nach Le Mans gebracht wurde und bei der weltweiten Premiere vor Publikum einem erneuten Blitzlichtgewitter ausgesetzt ist.

Weitere Vorhaben von “Design in Stein” aus Niemegk

„Das war ein durchaus anspruchsvoller Auftrag“, gestehen Axel Al-Rubaie und Renè Hoffmeister. Beide erfüllen ständig Wünsche von Kunden auf mehr oder weniger großen und kleinen LEGO Modellen, um sie in Museen, bei Messen oder in Möbelhäusern oder Einkaufszentren zur Schau zu stellen. Aufgrund der großen Fan-Gemeinschaft sind Besucherrekorde garantiert. In Vorbereitung ist derzeit eine große Ausstellung „Ritter, Piraten und Western“ in der Flämingstadt Niemegk (Brandenburg/Potsdam-Mittelmark). Dort werden bis zu sieben Meter lange und vier Meter hohe LEGO Bauwerke zu bestaunen sein. Ob der LEGO Porsche 911 noch einmal in die heimatliche Werkstatt zurückkehrt, ist eher unwahrscheinlich.

Weitere Informationen über den LEGO Weltmeister Renè Hoffmeister aus dem Fläming finden Sie auf www. niemegk-bloggt.de

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