So schön ist der Schlosspark Möckern im Winter

Lust auf Fläming

Wenn ich in Möckern im Westfläming bin, nutze ich fast immer die Gelegenheit, ein wenig im Schlosspark Möckern spazieren zu gehen. So auch an diesem kühlen Januartag. Am Vortag war frischer Schnee gefallen. So habe ich diesen englischen Landschaftspark noch nicht kennen gelernt.

Neugierig gehe ich durch das kleine Tor am Eingang, vorbei am Schloss Möckern, in dem heute die Grundschule ihr Domizil hat, weiter über die Brücke in den Park.

Eine feine weiße Decke hat sich über dieses Stück Fläming gelegt. Selbst der Wassergraben ist weiß vom Schnee, der auf der Eisdecke liegen geblieben ist. Nur an wenigen Stellen noch spiegeln sich die schneebedeckten Bäume im Wasser. Ich wende mich nach links und gehe durch den kleinen Torbogen in der niedrigen Mauer mitten im Park, deren Sinn sich mir nicht so recht erschließt. Wahrscheinlich erfüllt sie allein landschaftsgestalterische Funktionen, diese aber sehr gut.

Es ist ein wirklich beeindruckendes Bild, das sich mir bietet. Die Baumstämme leuchten warm in der Sonne und bilden einen schönen Kontrast zum Weiß des Schnees. Das Geäst der Bäume wirkt durch den auf ihm liegenden Schnee grafisch filigran.

Mich zieht es in den hinteren Teil des Parks, dort wo Wasserläufe und kleine Seen ein harmonisches Bild vermitteln. Ich habe all die Pracht fast allein für mich. Nur eine Frau kommt mir mit ihrem kleinen Hund entgegen:

“Ist das nicht schön?! Ich bin mit meinem Mann gestern hier gewesen und habe auch viele Fotos gemacht. Gehen Sie mal auf den Rodelberg. Von dort haben Sie eine schöne Aussicht.”

Ich bedanke mich für den Tipp und folge ihrem Rat. Tatsächlich eröffnen sich von dem kleinen Hügel herunter noch einmal neue Perspektiven.

Schlosspark Möckern

Schlosspark Möckern

Wikipedia:

“Östlich des Schlosses erstreckt sich der Schlosspark, der als englischem Landschaftspark gestaltet ist. Er wurde in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts auf Veranlassung des Schlossherren Freiherr Ludwig Philipp vom Hagen unter Mitwirkung des Gartenarchitekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff angelegt. Seine Fertigstellung erfolgte erst unter Graf Christoph vom Hagen 1810. In den Park sind heute der alte Burggraben, Reste der Stadtmauer und Teiche integriert. Während der Park im Süden von der Stadtkirche begrenzt wird, steht in Schlossnähe das im schlichten klassizistischen Stil erbaute Teehaus. Außerdem befindet sich im Park ein aus Findlingen errichtetes quadratisches Mausoleum für die 1907 verstorbene Gräfin Erika vom Hagen.”

Hier in der Nähe hatte ich vor längerer Zeit ein Interview mit der aktuellen Flämingkönigin geführt, die aus Möckern stammt. Gut erinnere ich mich auch noch an den Blick vom Schlossturm auf den damals herbstlichen Fläming.

Für heute genieße noch ein wenig das Spiel von Licht und Schatten auf dem weißen Schnee, dann verlasse ich den Park auf demselben Weg, auf dem ich hereingekommen war. Auf der linken Seite liegt das Mausoleum für die Gräfin Erika vom Hagen. Zum Schluss noch ein Foto von der evangelischen St.-Laurentius-Stadtkirche, die jetzt, da die Bäume ohne Blätter sind, besonders gut sichtbar ist.

Gelohnt hat sich der kleine Ausflug auf jeden Fall.

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