Ausstellung in der Steintherme

Lust auf Fläming

Die Steintherme in Bad Belzig lohnt sich nicht nur wegen der Schwimm- und Saunaangebote. Hier werden auch immer wieder interessante Ausstellungen gezeigt. Über die bisher letzte berichtet Eva Loth:

Etwas Besonderes hatte sich Philippe Grunwald aus Brandenburg für seine Ausstellungseröffnung in der Steintherme in Bad Belzig einfallen lassen. Passend zu seinen teilweise exotischen Bildern konnten die Gäste die grazilen Bewegungen Bauchtänzerin „Anisha“ bewundern. Sie stand dem 32-Jährigen auch für einige Bilder Modell.

Bauchtänzerin „Anisha“

Bauchtänzerin „Anisha“

Entgegen dem sonst fast üblichen Werdegang kam Philippe Grunwald erst recht spät zur Malerei. Er hat zwar schon immer gern skizziert, aber eher mäßig gut. Seine Fähigkeiten hat er sich autodidaktisch angeeignet, er hatte nie irgendwelchen Unterricht. Auch der Kunstunterricht in der Schule, den er nur 2 Jahre hatte, half ihm wenig. Spaß machte ihm das Zeichnen jedoch schon in seiner Kindheit. Sobald er irgendwo ein Gewinnspiel fand, bei dem Zeichnungen eingereicht werden sollten, war er schon als 10 jähriger dabei.

Sein erstes Gemälde malte er 2005. Damals entstanden etwa fünf Bilder. „Sie wanderten allesamt in die Tonne, ich konnte sie einfach nicht sehen“, erzählt er schmunzelnd. Also kaufte er sich Bücher bekannter Maler, um von ihnen zu lernen. Ihn faszinierten die Darstellungen realistischer Maler und er begann, die Maltechniken genau zu analysieren. Gleichzeitig versuchte er, die Farben zu sehen und warum der Maler gerade diese verwendet hat. Zeitgleich machte er erste Erfahrungen mit Miniaturmalerei.

Ausstellung in der Steintherme

Ausstellung in der Steintherme

Seine Hartnäckigkeit zahlte sich aus, schon bald wurden die Bilder besser, besonders bei der Porträtmalerei gelangen ihm plötzlich richtig gute Werke. 2006 veröffentlichte Philippe Grunwald erstmals einige seiner Malereien, 2007 entstand das erste Landschaftsbild – eine Bucht in Vietnam. Dieses ist auch in der Ausstellung zu sehen. Anregungen dazu holte er sich von verschiedenen Fotos. Besonders ausdrucksvoll sind seine Zeichnungen. Sein neustes Werk entspringt der Sagenwelt des König Artus: Die Herrin vom See nimmt das Schwert „Excalibur“ zurück und ist ebenfalls zu sehen.

Ausstellungsbesucher in der Steintherme

Ausstellungsbesucher in der Steintherme

Philippe Grunwald braucht immer etwas Vorlauf für seine Kunstwerke. Bis aus der Idee ein Bild entsteht, braucht es Zeit. Er arbeitet auch auf Auftrag. Neben seiner Kunst führt er mit seiner Ehefrau ein Yoga Studio am Gertrud-Piter-Platz in Brandenburg. Dort hängen auch ständig viele seiner Werke. Derzeit macht Philippe Grunwald etwa eine kleine Ausstellung im Jahr. Man konnte seine Bilder bereits in Schwedt, Berlin, Nordhausen, Brandenburg und Werder sehen. Beim Aufhängen braucht er aber immer die Unterstützung seiner Frau. „Sie sieht besser, welches Bild wohin muss, sie hat einfach einen Blick dafür“, dankte er in seiner kurzen Ansprache. Deshalb könne er auch nicht fotografieren – er sei ein lausiger Fotograf, gesteht er.

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